Du kannst alles erreichen, was du willst! (???) -

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14
Feb

Du kannst alles erreichen, was du willst! (???)

Chakka – Ja, ich kann es tun! Motivationstrainer peitschen mit der einfachen Formel “Alles ist möglich” gerne ihre Fans oder Seminarbesucher an: Finde heraus, was Du willst, strenge Dich genug an und Du wirst es erreichen – andere haben es auch erreicht! Zum Abschluss des Seminars gibt es den legendären Feuerlauf. In der Gruppe funktioniert das tatsächlich!

Nicht lange danach stellt sich Ernüchterung und damit Skepsis ein. Ist wirklich ALLES möglich? Was bedeutet denn für jeden einzelnen Menschen dieses ALLES? Und vor allem die Frage: Will ich denn ALLES?

Meine Antwort ist eindeutig: Nein, ich will nicht alles. Selbst wenn ich es haben oder erreichen könnte. Die Formel “Du kannst alles erreichen, was Du willst” ist zu einfach – so einfach, dass sie mich verwirrt. Sie blendet meiner Meinung nach zu stark sinnvolle und tatsächliche Begrenzungen aus. Und sie setzt mich unter Druck. Ich fühle mich angestachelt, schneller im Hamsterrad zu laufen und mehr erreichen zu wollen.

Ich halte inne und spüre nach: Das fühlt sich für mich nicht stimmig an. Ja, ich möchte meine Möglichkeiten nutzen, mich entfalten, meine Talente nutzen und Begabungen einsetzen, um ein befriedigendes und ausgefülltes Leben zu haben. Muss ich dazu “alles” erreichen?
Wenn ich von Erfolg und Motivation in meinem Leben spreche, muss ich herausfinden, was ich wirklich will und wie ich meinem Leben Sinn geben möchte. Oft habe ich zwar erfahren, wie Motivation von außen gut tut, etwas anschieben kann. Jedoch ist der wesentliche Schritt, mit der eigenen, von innen kommenden Motivation und Begeisterung Kontakt aufzunehmen. Daraus kann all das notwenige Engagement wachsen, mit dem ich genau das erreiche, was für mich passt und angemessen ist, in meinem Tempo. – Ich spüre nochmal nach: Ja, so stimmt es für mich.

Motivation von außen – Engagement von innen.
Da ich gerne Affirmationen einsetze, fällt mir nun eine Art “Verwandtschaft” der Themen auf: Mit Affirmationen ist ALLES zu erreichen, man muss nur intensiv genug daran glauben. Das Gesetz der Resonanz sorgt für die Materialisierung deiner Gedanken. – Zugegeben, eine verführerische Vorstellung. Doch wieder ist die Formel zu einfach.

Jeder Mensch kann sich mit den richtigen Sätzen und Worten selbst unterstützen – und genau dazu dienen nach meinem Verständnis Affirmationen. Wir können sie dazu benutzen, uns selbst zu motivieren, an uns zu glauben, uns selbst Mut zu machen und “Ja” zu unserem Leben zu sagen. Die positiven, kurzen Sätze können uns in vielerlei Hinsicht unterstützen. Sie sind ein Mittel des Perspektivenwechsels:
Anstatt Negatives zu beklagen, können wir dessen positive Seite suchen.
Anstatt die zugeschlagene Tür anzustarren, können wir die Tür entdecken, die sich stattdessen öffnet.

Affirmationen können uns erspüren helfen, was jeweils richtig und wertvoll ist. Die Formulierung ist individuell und sehr persönlich: Ich formuliere meine Wahrnehmung, finde das, was mich ausmacht, stärke mich und das, was ich sein will und wofür ich stehe. Die Kraft liegt in der Tiefen-Wirkung der Worte auf den Sprecher (oder Denker), die nicht nur seinen Verstand, sondern vor allem Herz und Bauch erreichen. So verstehe ich Affirmationen überwiegend als (therapeutisch) wirksame Sätze, die persönliche Entwicklung unterstützen, weil sie dem inneren Prozess Rechnung tragen. Ich sehe ihn ihnen auch ein einfaches Instrument zur Selbsthilfe mit autosuggestiver Wirkung. Die jeweiligen Sätze sollen keinen Stress bereiten, sondern sie sollen das Wohlbefinden steigern und die Lebensqualität verbessern.

Was ist, das darf sein.

Worte sind nicht nur Schall und Rauch. Sie lösen Bilder und Vorstellungen in uns aus. Sie lösen Gefühle in uns aus. Die richtigen Worte können uns auffangen und uns Lebensmut vermitteln.

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4 Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Affirmationen « Sinnes-Freude schreibt:

    [...] 14. Februar 2010 von sinnes-freude Worte sind nicht nur Schall und Rauch. Sie lösen Bilder und Vorstellungen in uns aus. Sie lösen Gefühle in uns aus. Die richtigen Worte können uns auffangen und uns Lebensmut vermitteln. Gefunden im Mut zum Leben Blog [...]

  2. wernher schreibt:

    Also, ich bin mir nicht ganz sicher was diese Zeilen mir eigentlich sagen sollen.Es stimmt sehr vieles was da geschrieben wurde, nur vieles stimmt wieder nicht. Denn egal mit welcher Methode ich versuche mein Leben in den Griff zu bekommen, ich brauche meinen Willen um überhaupt anzufangen mein Leben zu ändern, dann brauche ich aber auch noch den Glauben, dass ich die richtige Methode gefunden habe und ich benötige meine inneren Bilder, damit ich mir vorstellen kann was ich eigentlich will und ich brauche auch meine Gefühle um meine innere Bilderschau mit Energie zu laden.Also, bevor ich mit Affirmationen, Suggestionen, Autogenem Training, Mentaltraining, Selbsthybnose oder wie auch immer dass Training heißen mag. Ich muss mir erst mal Gedanken darüber machen, was will ich eigentlich, was will ich erreichen und was muss ich dafür tun und hier beginnt die eigentliche Auslese meiner Wünsche, Hoffnungen und Ziele. Wenn ich zu mir ganz ehrlich bin, dann gibt es nur einen Weg, den über mich selbst.Ich habe mein Schicksal in der Hand nur muss ich endlich auch die Verantwortung über mich übernehmen. Wie denke ich über mich, was denke ich von mir, welches Bild habe ich von mir, wie sehe ich mich eigentlich. Wenn ich kein Selbstvertrauen und keine eigenen Willen habe,wenn ich nicht an mich selbst und an das was ich tue fest daran Glaube dann nützen auch die schönsten Worte oder Gedanken nichts. Auch keine noch so ausgefeilte Technik kann mir den Weg der Selbsterkenntnis ersparen. Und genau hier scheitern schon viele Menschen. Erkenne Dich selbst und beginne dass zu verändern was Dich an Dir selbst stört und glaube daran dass Du es schaffst.
    Ich wünsche jedem das Allerbeste.
    Wernher

  3. Ellen Hajeck schreibt:

    Lieber Wernher,
    was für ein engagierter Text. Da scheint jemand zu schreiben, den das Thema Persönlichkeitsentwicklung sehr beschäftigt. Das ist schön, zu lesen. Wie recht du hast, wenn du schreibst, dass Seminare oder – wie du es nennst – “Chakka-Motivationstrainer” einen nicht wirklich weiterbringen. Aber sie können einem den entscheidenden Impuls geben. Und genau das ist es doch, was viele Menschen brauchen. Einfach mal raus aus dem Trott, über den Tellerrand schauen. Ich kann natürlich nur von mir sprechen. Denn ICH bekam diesen entscheidenden Puls, und zwar vor ziemlich genau 1 1/2 Jahren, als ich nämlich auf einem Sprungbrett-Seminar von Gedankendoping war und so vieles gelernt und erfahren habe, dass es mich seitdem durch mein Leben begleitet und ich ziemlich viel zum Positiven verändert habe. Was allerdings jede/r, der/die sich auf die spannende Reise zu sich selbst macht, beachten sollte ist: Kein Mensch dieser Welt, keine Methode dieser Welt kann dir weiterhelfen, wenn du nicht an dich glaubst und wenn du nicht weißt, wohin du willst. Und vor allem: Wenn du nicht kontinuierlich TUST. Jeden Tag an deinen Zielen, an deiner Veränderung “arbeitest”. Erfolgsfördernde Angewohnheiten und Rituale in dein Leben integrierst, die Spaß machen und immer selbstverständlicher werden. Das ist eines meiner Rezepte, die ich allen, die das hier lesen weitergeben möchte. Bleibt dran, kommt ins Handeln – und zwar nicht nur für ein paar Tage. Nein: KONTINUITÄT ist einer von vielen Schlüsseln zum Erfolg. T.U.N. (Tag und Nacht). Dabei wünsche ich allen Lesern ganz viel Spaß. Und wer einen Impuls braucht, hier mein ganz persönlicher Geheimtipp: Das 1 € Sprungbrett-Seminar von Gedankendoping. http://www.gedankendoping.de
    Mich hat das, wie gesagt, wirklich in ein neues, erfülltes Leben katapultiert. Was für ein Gefühl.
    Euch allen ganz viel Inspiration auf eurem Weg der persönichen Weiterentwicklung.
    Ellen

  4. wernher schreibt:

    Hallo Ellen, vielen Dank dass Du auf meine Zeilen geantwortet hast, ich hatte schon das Gefühl dass, das was ich schreibe eigentlich keinem interessiert und doch tun sich immer wieder Lichtblicke auf, wie deine Antwort zum Beispiel. Ja ich bin ein Mensch der in der Persönlichkeitsentwicklung sehr viel Zeit investiert,ich habe mittlerweile auch die positive Wirkung des Tagebuch schreibens erfahren und ich befasse mich jeden Tag oder so oft es mir möglich ist mit meinem Tagebuch, wo ich alles reinschreibe was an dem Tag gut oder schlecht gelaufen ist und wie ich es hätte noch besser machen können. Und auch mit dieser Methode bin ich mir selbst ein großes Stück näher gekommen und was noch dazukommt ist, dass ich jetzt immer ausgeglichener, ruhiger und auch friedfertiger werde, weil ich mir einfach meinen Frust von der Seele schreiben kann und niemand beschwert sich dass ich allzu kritisch bin. Und so kann ich nach herzenslust drauflos schreiben. Das ist für mich eine neue und auch sehr wirkungsvolle Methode mich mit mir selbst auseinander zu setzen. Also ich kann es nur jedem weiter empfehlen.
    Wernher

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