30
Mrz
Es gibt nicht Gutes, außer: man tut es.
Kürzer kann man es sicher nicht ausdrücken. Erich Kästner zieht moralische Bilanz.
Halb bitter, halb süß ist dieses Kurzgedicht ein vermeintlicher Gegensatz, in der Fachsprache Epigramm genannt. Pessimistisch im ersten Teil und optimistisch im zweiten. Da ich ein unverbesserlich positiv denkender Mensch bin, erreicht mich das Hoffnungsvolle deutlich stärker. Meine Erfahrung bestätigt mir außerdem, dass Menschen gerne und freiwillig die Verantwortung dafür übernehmen, „Gutes“ in die Welt zu bringen.
Der Inhalt der Worte “Gutes tun” ist nicht eindeutig. Jeder Mensch füllt sie selbst mit Inhalt und jeder einzelne erlebt anders, was ihm gut tut oder womit er anderen “etwas Gutes” tun kann. Doch trotz all der verschiedenen Auslegungen gibt es ein Grundverständnis und eine Übereinstimmung: “Gutes” ist hilfreich, es soll angenehme Gefühle verursachen.
Die Natur hat es so eingerichtet, dass auch derjenige angenehme Körpergefühle entwickelt, der anderen hilft oder ihnen eine Freude macht, etwas verschenkt oder Geld spendet. Mehr als nur eine Beruhigung des Gewissens, erleben wir selbst beim Geben innere Freude, Genugtuung, ja sogar eine gewisse Befriedigung. Geteilte Freude ist doppelte Freude, weiß der Volksmund.
Wie mit vielen anderen Dingen ist es so, dass wir das zwar wissen, aber es häufig vergessen. Wir machen uns diesen persönlichen Vorteil und Gewinn an positiver Lebensqualität – für andere und für uns selbst – nicht oft genug bewusst. Denken wir jedoch daran, gibt es auch Gelegenheiten, aktiv zu werden. Niemand erwartet große Taten. Kostbar im Alltag ist schon ein Lächeln und die Bereitschaft, auch mal für andere da zu sein.
Ein Gegengewicht zu all den schlechten Nachrichten in den Medien wäre mehr als wünschenswert. – Wollen sie dabei sein, wenn wir einen Anfang machen? Sammeln wir das, was uns gut getan hat, oder womit wir anderen das Leben angenehmer machen konnten. Es sind wie so häufig im Leben vielmehr die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied machen.
Ich freue mich auf Ihre Beiträge und Kommentare und über die positive Energie, die wir weitergeben. Ich fange gleich selbst mit dem ersten Kommentar an …
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Mittwoch, 31 März, 2010 um 04:11
Ein Postkartengruß, der überraschend kommt, löst Freude aus: Meine Freundin hat auf meine E-Card geantwortet:
Wie schön! Was für eine wundervolle Begrüßung! Ich bin gerührt und berührt. Du hast Dein warmes Gefühl in meinen Bauch und mein Herz geschickt.
Vielen, vielen Dank meine allerbeste Freundin der Welt!
Das spricht für sich selbst. Ich denke an die Affirmation: Was wir aussenden, kehrt zu uns zurück – und spüre auch die Wärme in der Magengegend. Wir sind verbunden, durch einen schlichten Gruß über das doch eigentlich so unromantische Internet.
Ich freue mich darüber!
Konstanze
Donnerstag, 1 April, 2010 um 09:57
Hallo,
stimmt, es tut gut anderen zu helfen und etwas für sie zu tun-das kann ich aus jahrzehntelang gelebter Erfahrung bestätigen.
Es ist ein wundervolles Gefühl anderen-oft sogar nur mit Kleinigkeiten oder Zuhören bis hin zu Entrümpelung, Renovierung usw. zu helfen.
Und ein Danke anderer reichte schon, um mich glücklich zu fühlen(-das Danke weckte aber auch ein leichtes ungutes Gefühl).
Nur habe ich dabei vergessen, auch etwas für mich zu tun-sprich die Liebe zu mir selbst zu leben.
Dadurch ließ ich mich ausnutzen.Heute ist mir das klar und ich habe übrigens auch mithilfe von Affirmationen daran gearbeitet-und es war richtige ARBEIT.
Das hat auch zu familiären Trennungen geführt, aber schon jetzt-ich sehe mich noch auf dem Weg-habe ich eine andere Sicht auf meine “Hilfsbereitschaft”.
Früher war sie für mich notwendiges Überlebenselement, heute empfinde ich sie tatsächlich als gelebte Liebe.
Übrigens habe ich mir als “Selbsthilfe” ein soziales Ehrenamt in der Familienhilfe – mit Grundausbildung gesucht, hier habe ich gelernt, wie wichtig es ist, mich/meine Bedürfnisse selbst nicht aus den Augen zu verlieren und bei Bedarf auch in Selbstschutz zu gehen.
ICH KANN NUR SOLANGE POSITIV HELFEN, SOLANGE ICH AUCH DAFÜR SORGE, DASS ES MIR SELBST GUT GEHT.
Es fühlt sich heute ganz anders an und ich kann den Dank, der zu mir zurückkommt, ehrlichen Herzens annehmen-das war früher anders, ich habe mich aus heutiger Sicht irgendwie unwohl dabei gefühlt. ( Klar, es war ja auch eine Krücke)
Mein Fazit:
Helfen ist toll – solange es sich gut anfühlt, kann ich sagen, es kommt von Herzen, sonst lasse ich es lieber.
Danke für den Newsletter-Beitrag, der mich noch mal über dieses Thema nachdenken ließ und für weitere Erkenntnisse bei mir gesorgt hat.
Dafür danke ich Ihnen.
Viele Grüße
Elke
Montag, 5 April, 2010 um 14:54
Liebe Elke,
ich möchte mich auch bedanken. Dafür, dass Sie Ihre Erfahrungen mit den Lesern des Forums teilen. Wenn Helfen zum Zwang wird, fehlen bald Freude und Liebe, die Gebenden erfahren nicht mehr das Glück der selbstlosen Hilfe. Sie haben den Weg heraus gefunden. Ganz spannend finde ich, wie sich Ihre Haltung gegenüber dem Dank verändert hat!
Durch Ihre positive Herangehensweise und die Unterstützung durch Affirmationen haben Sie sich gestärkt. Heute gelingt es Ihnen, für sich selbst zu sorgen und doch für andere da zu sein. Das ist wunderbar. Gelebte Liebe!
Danke und alles Gute,
Konstanze