Ich bin eben so! -



27
Jan

Ich bin eben so!

Ohne Zweifel hat das jeder schon gehört, oder sogar selbst gesagt: “Ich bin eben so!” Eine Killerphrase, auf die man nichts mehr erwidern kann. Ich frage mich aber: Soll das eine Entschuldigung sein? Oder soll das eine Erklärung sein? Es kann als Aufforderung verstanden werden, der andere solle doch bitte lernen, mit diesen “Eigenheiten” umzugehen? Und manchmal mag es auch eine Ausrede sein, weil man sich nicht verändern will – oder aber nicht weiß, wie man eine Veränderung bewirken könnte.

In diesem letzten Fall schwingt auch ein wenig Verzweiflung mit. Der Glaubenssatz, sich nicht verändern zu können, resultiert auch aus der Hilflosigkeit, kein Mittel dazu zu haben. Der betreffende Mensch fühlt sich seinen Temperamenten ausgeliefert, seinem Charakter verpflichtet und nicht immer als Herr seiner eigenen Reaktionen. Die Behauptung, das sei eine genetisch bedingte und unabänderliche Sache, verschiebt die Verantwortung: Nicht die Person, sondern die Veranlagung ist Schuld.

Wer so denkt, für den mag die folgende Behauptung provokant klingen:
Veränderung ist immer möglich.

Auch ich glaube nicht, dass aus einer Tanne eine Eiche werden kann. Aber ich weiß, dass mit Willenskraft, Einsicht und Respekt, Mitgefühl und Liebe sich unglaublich viel verändern lässt. Manche Menschen sind nicht wiederzuerkennen, wenn sie diese Kräfte in sich zulassen und beginnen, sich Ziele zu setzen und Veränderung anzustreben. Ich möchte nicht missverstanden werden: Nur mit einem Entschluss alleine lässt sich nicht ALLES verändern. Aber gelingt es, blockierende Auffassungen, Gedanken und behindernde Glaubenssätze aufzuheben und stattdessen unterstützende Gedanken zu denken, wird sich vieles verändern. Es werden sich von ganz alleine Wege zu anvisierten Zielen finden. Innerhalb genetischer Bedingungen und charakterlicher Tendenzen, die wir in diese Welt mitbringen, ist ein großer Spielraum an individueller Entwicklung möglich. Spielen wir also damit!

Tendenzen sind ein Potenzial, keine Festlegung! Wir können zwar nicht aus unserer Haut, aber das ist auch nicht notwendig. Denn immer können wir für uns entscheiden: Tun wir das oder tun wir jenes; lassen wir diese Gedanken zu oder weisen wir sie zurück; zeigen wir uns oder nicht; nähren wir unseren Mut oder nicht; lassen wir Gefühle zu oder lassen wir sie los? Es gibt in jedem Augenblick eine Entscheidung zu treffen. Auch nichts zu tun, ist eine Entscheidung, die Konsequenzen hat.

Entscheidungen treffen zu können, ist eine starke Kraft in uns. Ist sie uns bewusst, erkennen und nutzen wir Sie, wird Veränderung in eine von uns bestimmte Richtung möglich. Der Wille, Verantwortung für sich zu übernehmen, wächst mit dem starken Gefühl, selbst zu bestimmen – und es wachsen weitere Gefühle von Freiheit und Selbstvertrauen. Wir fühlen uns wieder als der “Chef” in der Vielfalt der eigenen inneren Stimmen und ermöglichen uns damit persönliche Weiterentwicklung.

Wir werden kein anderer und keine andere, wir sind nur besser die Person, die wir wirklich sein können! Spontaner. Bewusster. Lebendiger.

Wir können unser Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten! Voraussetzung ist, an uns selbst zu glauben. Jeder darf sein wie er ist. Doch so zu “sein” heißt nicht, keinen Einfluss auf seine Gedanken und Handlungen zu haben, es bedeutet viel mehr, immer in einem Prozess zu sein. Wachstum und damit verbundene Veränderung sind ein Kennzeichen von Lebendigkeit. In jedem Menschen, in jedem “so Sein” liegt enormes Entwicklungspotenzial. Ich sehe das Geschenk persönlicher Veranlagungen, angeborener Talente und seiner geistigen Möglichkeiten als einen wundervollen Anfang – und nicht als einen einschränkenden Endzustand. Wir tragen die Verantwortung dafür, was wir aus unserem Leben machen.

Nutzen Sie persönlich Ihren gesamten Entscheidungs-Spielraum, um ein glückliches und zufriedenes, selbstbestimmtes Leben zu leben? Oder lassen sie sich daran hindern, das Beste aus Ihrem Leben zu machen?

Ich freue mich auf Kommentare!
Ihre Konstanze Quirmbach

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Ein Kommentar zu diesem Beitrag:

  1. wernher schreibt:

    Hallo Konstanze, da kann ich Dir nur beipflichten, das einzige was für mich nicht stimmt, ist dass aus einer Tanne eine Eiche wird, denn es heißt schon inder Bibel” jedes wächst nach seiner Art”. Dazu hätte ich noch einige Zeilen, die mir damals aus meiner fast aussichtslosen Situation geholfen hat mir selbst zu helfen.

    Wenn Du in deinem Leben etwas verändern willst, gibt es nur einen einzigen Menschen der das tun kann- Du selbst.

    Deine Gedanken und deine Vorstellungen, deine Ängste und Erwartungen verursachen das, was du jeden Tag als Ergebnis deines Lebens erntest. Dein Kopf ist die geistige Zentrale, mit der Du die entscheidenden Ursachen für Krankheit oder Gesundheit, Glück oder Unglück, Erfolg oder Misserfolg setzt.
    Mit den Gedanken und den Bildern, die sich ständig in deinem Kopf drehen, setzt Du jene geistige Energie in Bewegung, welche genau das Resultat wachsen lässt, das diesen Gedanken und Bildern entspricht. Ein Irrtum ist ausgeschlossen.
    Hast Du zum Beispiel ein negatives Bild von Dir selbst oder glaubst, nicht so gut zu sein wie die anderen, wirst Du genau das Ergebnis ernten, das Du in deinen Gedanken schon befürchtet hast, denn Du selbst sendest die entsprechende Energie aus.
    Bist Du zum Beispiel krank und glaubst nicht mehr daran, gesund zu werden, wirst Du wahrscheinlich auch nicht mehr gesund werden. Was Du selbst nicht für möglich hältst, wird auch kaum eintreten.
    Bist Du nicht von Dir selbst und dem Erreichen deines Zieles überzeugt, stehst Du Dir damit selbst im Wege und wirst auch andere nicht überzeugen können. Glaubst Du selbst nicht an Dich, wird es wohl kaum jemand anderer tun. Kannst Du dich nicht selbst annehmen und lieben, wird Dich kaum jemand anderer annehmen und lieben wie Du bist. Es ist in Wahrheit sogar eine ungeheure Zumutung, von jemand anderem das zu erwarten, was Du für Dich selbst nicht aufbringen kannst.
    Glück zieht Glück an-
    Unglück zieht Unglück an-
    Armut zieht Armut an-
    Reichtum zieht Reichtum an.
    Wechsle doch einfach die Seite, wenn Du immer das Falsche anziehst. Wenn etwas in deinem Leben nicht so läuft wie es laufen sollte, machst Du etwas falsch. Und was Du falsch machst, könntest Du mit gleichem Aufwand auch richtig machen. Gleichgültig ob es sich dabei um deine Gesundheit, deine Lebensfreude, deine Partnerschaft oder um persönlichen Erfolg handelt. Eine Feststellung, die die meisten Menschen gar nicht gerne hören, denn sie haben sich daran gewöhnt, die Schuld für ihre persönlichen Lebensumstände stets woanders, als bei sich selbst zu suchen.
    Der Weg zu Dir
    Er ist ganz einfach. Du musst Ordnung schaffen in deiner geistigen Zentrale. Aber so einfach dies gesagt ist, so schwierig ist es doch getan, denn Du musst von nun an das beherrschen, was Dich bisher beherrscht hat: Deine Gefühle, deine Gedanken, deine Ängste und die vielen Bilder, die sich in deinem Kopf drehen.
    Vieles von dem, was sich den ganzen Tag in deinem Kopf abspielt, kommt aus deinem Unterbewusstsein. Es sind die tief verankerten Denk- und Verhaltensmuster, deine Prägungen, die sich seit frühester Kindheit aufgebaut haben, aber auch diese Ebene ist beeinflussbar. Alles was geprägt wurde, kann von Dir auch wieder umgeprägt werden. Nichts wird so bleiben wie es ist.
    Ich hoffe dass diese Zeilen auch anderen Menschen helfen, sich selbst zu helfen.
    Schöne Grüße Wernher

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